Willkommen auf der Homepage
des Jagdschutz- und Jägervereins Landau a.d. Isar,
einer Kreisgruppe im Bayerischen Jagdverband e.V.
Willkommen auf der Homepage
des Jagdschutz- und Jägerverein Landau a.d. Isar, einer Kreisgruppe im Bayerischen Jagdverband e.V.
Auf unseren Internetseiten erhalten Sie einen kurzen Überblick über Aktivitäten in unserer Kreisgruppe und aktuelle Informationen.
Viel Spaß wünscht Vorsitzender
Martin Aigner.
63. Hege- und Naturschutzschau
Gasthof Schachtner, Oberhöcking
14. März 2026
Beginn 18:00 Uhr
Einlass Trophäenschau 17:00 Uhr
Aktuelle Hinweise und schnelle Links:
Informationsblatt Gelegebehandlung Gänse (Quelle: Landratsamt Dingolfing-Landau)
Radiocasium - Qualifizierte Wildbretmessstelle der Kreisgruppe
Informationen zur Aufwandsentschädigung (ASP-Vorbeugung)
Die aktuellen Jagd- und Schonzeiten (Quelle: BJV)
Informationen zur Konfiskatstelle des Landkreises Dingolfing-Landau
Neuester Beitrag aus dem Bereich "Aktuelles":
Änderung des Bayerischen Jagdgesetzes 2026
Am 19. März 2026 wurde das Bayerische Jagdgesetz verabschiedet, um es an neue ökologische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Herausforderungen anzupassen. Ziel der Novellierung war es vor allem, den Waldumbau zu unterstützen, den Umgang mit Wildtieren neu zu regeln und die Eigenverantwortung von Jägern sowie Grundeigentümern zu stärken.
Ein zentrales Element der Reform ist die stärkere Dezentralisierung jagdlicher Entscheidungen. Künftig sollen Jäger und Waldbesitzer mehr Verantwortung bei der Regulierung von Wildbeständen übernehmen. Damit verbunden ist unter anderem die teilweise Abschaffung verbindlicher Abschusspläne, insbesondere beim Rehwild. Diese Maßnahme soll flexiblere und standortangepasste Lösungen ermöglichen, wird jedoch von Naturschutzverbänden kritisch gesehen, da eine unzureichende Regulierung negative Auswirkungen auf den Wald haben könnte.
Ein weiterer wichtiger Punkt der Gesetzesänderung ist die Aufnahme neuer Tierarten wie Wolf und Goldschakal in das Jagdrecht. Dadurch wird es möglich, diese Tiere unter bestimmten Voraussetzungen gezielt zu bejagen, insbesondere zum Schutz von Nutztieren. Die Staatsregierung verfolgt damit das Ziel, ein aktives Wildtiermanagement zu etablieren und Konflikte zwischen Landwirtschaft und Artenschutz zu reduzieren. Darüber hinaus wurden auch die Jagdzeiten angepasst. Hintergrund ist der Klimawandel, der zu einem früheren Vegetationsbeginn führt. Durch die neuen Regelungen sollen Jagdzeiten besser an ökologische Veränderungen angepasst werden, um Wildschäden im Wald zu minimieren. Die Reform enthält außerdem Maßnahmen zur Entbürokratisierung. So wird beispielsweise die Sachkunde für bestimmte Jagdmethoden bereits durch die Jägerprüfung anerkannt, was Verwaltungsaufwand reduziert. Gleichzeitig soll das Jagdrecht insgesamt praxisnäher und moderner gestaltet werden. Die Änderung des Bayerischen Jagdgesetzes ist politisch umstritten. Während Befürworter die Reform als notwendig für einen effektiven Waldumbau und eine zeitgemäße Jagdpraxis sehen, kritisieren Umweltverbände und Teile der Opposition mögliche Nachteile für den Artenschutz sowie eine Verringerung staatlicher Kontrollen.
Insgesamt stellt die Reform einen bedeutenden Eingriff in das bayerische Jagdwesen dar und wird voraussichtlich langfristige Auswirkungen auf Waldökosysteme, Wildtierbestände und die Rolle der Jagd in Bayern haben.
